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Der Zweckverband Wasserversorgung der Stadt- und Landgemeinden des Kreises Neunkirchen (WZV), die Wasserversorgung Ostsaar GmbH (WVO) und die KEW Kommunale Energie- und Wasserversorgung (KEW) versorgen sämtliche Kommunen des Landkreises Neunkirchen mit einwandfreiem Trinkwasser. Geographisch liegen die Transport- und Versorgungsleitungen beider Unternehmen nahe beieinander. Diese günstige Lage sowie der Masterplan Wasser, der eine resiliente Trinkwasserversorgung durch die saarländischen Wasserversorgungsunternehmen einfordert, bietet die Chance, die Versorgungssicherheit im Kreis Neunkirchen und darüber hinaus durch einen Kooperationsvertrag zu erweitern, zu stärken und wirtschaftliche Synergien zu erzeugen. Diese Chance wurde ergriffen und ein Kooperationsvertrag geschlossen, der bis zum 31.12.2045 gilt.

 

Kooperationspartner

Kooperationspartner sind der Zweckverband Wasserversorgung der Stadt- und Landgemeinden des Kreises Neunkirchen (WZV), vertreten durch den Verbandsvorsteher Landrat Sören Meng, die Wasserversorgung Ostsaar GmbH (WVO), vertreten durch den Geschäftsführer Thomas Wagner, und die KEW Kommunale Energie- und Wasserversorgung Neunkirchen, vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der KEW, Oberbürgermeister Jörg Aumann und den Vorstand der KEW, Herrn Marcel Dubois.

 

Zielsetzung: Verbesserte Versorgungssicherheit und Synergien

Zielsetzung ist in erster Linie die Erhöhung der Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Der Vertrag umfasst deshalb die gegenseitige Belieferung und Besicherung mit Trinkwasser. Dadurch wird sichergestellt, dass selbst im Falle eines Ausfalls oder einer Sabotage einzelner Komponenten bei der Wassergewinnung, -aufbereitung oder -verteilung eines Versorgers die Haushalte durch die Kooperationspartner organisatorisch und technisch unverzüglich mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden.

Damit dies funktioniert, enthält der Vertrag auch Regelungen zur Durchführung verschiedener Dienstleistungen im technischen und kaufmännischen Bereich, denn es sind auch bauliche Maßnahmen notwendig. Diese Investitionen werden zwischen den Partnern abgestimmt, paritätisch getragen und - wo möglich - mit Förderungsmöglichkeiten der Landesregierung abgefedert. Solche Bauvorhaben sind z. B. technische Netzkoppelungen durch Übergabestationen und  Druckerhöhungsanlagen.

Zudem möchten alle Partner im Bereich der gegenseitigen Dienstleistungen wie Lagerhaltung, gegenseitige Unterstützung bei Personalengpässen oder Fernwirktechnik noch enger zusammenarbeiten, um auch dem zusätzlich bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Nicht nur bei den Bauvorhaben, sondern auch hier sollen alle wirtschaftlichen Synergien genutzt werden.

Dazu Landrat Sören Meng, Verbandsvorsteher des WZV: „Eine sichere Trinkwasserversorgung ist ein zentrales Element der öffentlichen Daseinsvorsorge. Durch die enge Zusammenarbeit der kommunalen Partner schaffen wir langfristige Stabilität und Synergien für den gesamten Landkreis. So sorgen wir dafür, dass sich die Menschen in unserer Region auch künftig jederzeit auf hochwertiges Trinkwasser verlassen können.“

Jörg Aumann, Aufsichtsratsvorsitzender der KEW, ergänzt: „Mit dieser Kooperation schaffen wir ein starkes Sicherheitsnetz für unsere Bürgerinnen und Bürger und stellen sicher, dass auch in Ausnahmesituationen jederzeit hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung steht. Die Zusammenarbeit ermöglicht zusätzliche Effizienzgewinne. Durch gemeinsame Lösungen senken wir Kosten und investieren gezielt in eine nachhaltige Wasserzukunft für unsere Region.“

 

Background: Die Kooperationspartner:

Historisch verflochten – für die Zukunft verbunden

Der Zweckverband Wasserversorgung der Stadt- und Landgemeinden des Kreises Neunkirchen (WZV) startete 1952. Dieser Zusammenschluss umfasste vor allem die Kommunen des Landkreises, die auf Grund ihrer geografischen Lage nicht über genügend Wassergewinnungsmöglichkeiten verfügten. Dafür baute der Zweckverband ein weitreichendes Transportnetz auf. Der Zweckverband ist auch heute noch für die Wassergewinnung und großräumige Verteilung des Trinkwassers zuständig. Zur Versorgung von rund 90.000 Einwohnern mit einwandfreiem Trinkwasser betreibt er die Wassergewinnung und -aufbereitung über sein Wasserwerk in Homburg-Königsbruch, eigene Brunnen in Lebach sowie ein beteiligtes Wasserwerk in Niederwürzbach.

Bei der KEW Kommunale Energie- und Wasserversorgung geht die Trinkwasserversorgung in der Region Neunkirchen auf den Bau der ersten Wassergewinnungsanlagen Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Aus dieser Zeit stammen auch die Wasserrechte in den Gewinnungsgebieten Kasbruchtal und Mutterbachtal mit ihren heute 26 Tiefbrunnen. Durch den kontinuierlichen Aufbau der Infrastruktur mit den Wasserwerken Wellesweiler und Eschweilerhof, den Hochbehältern Spieser Höhe und Steinwald sowie ihrem Wasserversorgungsnetz bis zu den knapp 24.000 Hausanschlüssen versorgt die KEW heute rund 85.000 Menschen in der Region.

1972 wurde die Wasserversorgung Ostsaar GmbH (WVO) gegründet. Sie ist in ihrem Versorgungsgebiet zuständig für die Wasserverteilung innerhalb der Ortsnetze bis zum Kunden und erreicht über ihr Leitungsnetz rund 21.000 Hausanschlüsse.

Die erfolgreiche Kooperation der Partner, die jetzt weiter ausgebaut wird, besteht schon länger. Die Gemeinden Schiffweiler und die Kreisstadt Neunkirchen verkauften in den Jahren 2004 und 2008 ihre Anteile an der WVO an die KEW. Seitdem ist die KEW mit 15,66 % Anteilseignerin an der WVO GmbH. Schiffweiler und Neunkirchen sind weiterhin Mitglieder beim WZV. Der WZV ist darüber hinaus Wasservorlieferant der KEW für alle Ortsteile der Gemeinde Schiffweiler sowie der Neunkircher Stadtteile Hangard und Münchwies.

Marcel Dubois (Vorstand der KEW), Oberbürgermeister Jörg Aumann (Aufsichtsratsvorsitzender der KEW), Michael Abel (Kaufmännischer Prokurist der KEW), Landrat Sören Meng (Verbandsvorsteher Zweckverband Wasserversorgung der Stadt- und Landgemeinden des Kreises Neunkirchen „WZV“) und Thomas Wagner (Geschäftsführer Wasserversorgung Ostsaar GmbH „WVO“) (v.l.n.r.)

(Foto: Hanna Michel, Landkreis Neunkirchen; Text KEW Neunkirchen)